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Gründung und Entwicklung

Die Bombardierung der Altstadt von Dubrovnik und die Zerstörung der Brücke von Mostar haben in den 90er Jahren viele Menschen aufgerüttelt. Doch damals gab es noch keine internationale Organisation, die sich gezielt dem Schutz des Kulturerbes widmete.

Deshalb gründeten 1996 die vier großen internationalen Dachverbände
für Archive (ICA), Bibliotheken (IFLA),  Denkmalschutz (ICOMOS) und Museen (ICOM) gemeinsam das Internationale Komitee vom Blauen Schild (International Committee of the Blue Shield / ICBS).

Mit dem Abschluss des zweiten Protokolls zur Haager Konvention im Jahr 1999 erlangte das Komitee eine völkerrechtlich definierte Rolle. Laut Artikeln 11 und 27 besitzt es eine beratende Funktion bei der Umsetzung des Abkommens und seiner Zusatzprotokolle.

Die Straßburg-Charta (2001) legte das blau-weiße Schutzzeichen als Logo für Blue Shield fest und

Im Jahr 2005 haben sich auch die acht internationalen Verbände der audiovisuellen Archive über ihren Dachverband  (CCAAA) angeschlossen.

Am 28. September 2006 haben die Nationalkomitees eine internationale Föderation gegründet (Association of the National Committees of the Blue Shield / ANCBS).

Derzeit gibt es 23 Nationalkomitees; weitere 24 Initiativen sind in der Gründungsphase.




Leitbild

Das internationale Netzwerk Blue Shield will das Kulturerbe der Welt schützen, und zwar durch Einleiten und Koordinieren von Vorsorge- und Hilfsmaßnahmen bei

  • bewaffneten Konflikten, z.B. Kriegen, Bürgerkriegen, internen Konflikten und Terrorismus
  • Naturkatastrophen, z.B. Überschwemmungen, Unwettern, Erdbeben
  • großen von Menschen verursachten Katastrophen, z.B. nuklearen Unfällen, Dammbrüchen.
Seine Ziele sind:
  • internationale Maßnahmen für bedrohtes Kulturgut ermöglichen und erleichtern;
  • Sicherheit und Respekt für Kulturgut fördern, insbesondere durch Fördern von Vorsorgemaßnahmen;
  • nationale und überregionale Experten für Verhütung, Vorsorge, Krisenintervention und Katastrophenhilfe ausbilden;
  • beim Kulturgutschutz als Berater mitwirken;
  • andere Organisationen (UNESCO, ICCROM, Rotes Kreuz u.a.) beraten und mit ihnen kooperieren.
Dies wird erreicht durch folgende Maßnahmen:
  • Informationen zur Bedrohung von Kulturgut weltweit sammeln und verbreiten;
  • das öffentliche Bewusstsein für Schäden am Kulturgut schärfen;
  • gute Standards für Risikomanagement bei den für Kulturgut Verantwortlichen entwickeln, und zwar auf allen Ebenen: von den einzelnen Einrichtungen bis hin zu den nationalen Regierungen;
  • die Sensibilität bei Entscheidungsträgern und Fachleuten für Verhütungs- und Vorsorgemaßnahmen und für Katastrophenintervention und -hilfe schärfen;
  • professionelle Expertise zur Schadensverhinderung, -minderung und -beseitigung anbieten;
  • Resourcen für Vorsorge und Erste Hilfe bei Katastrophen aufbauen und vermitteln;
  • zur Gründung eines nationalen Blue-Shield-Komitees ermuntern.
Blue Shield hat am 8. Juni 2001 in Paris vereinbart, folgende Prinzipien zu achten:
  • Kooperation
  • Unabhängigkeit
  • Neutralität
  • Professionalität
  • Respekt vor der kulturellen Identiät
  • Arbeit auf gemeinnütziger Basis

The Strasbourg Charter

 

The four founding members of ICBS (ICA, ICOM, ICOMOS and IFLA) came together in Strasbourg on 14 April 2000 to set up the Charter of the International Committee of the Blue Shield[1]. The charter officially acknowledged the symbol of The 1954 Hague Convention as the official emblem of ICBS.

 

The charter devises the basic principles of the ICBS and its members and was adopted by the ICBS at its meeting in Paris, 8th June 2001. These principles were acknowledged by CCAAA when the organisation joined ICBS in 2005.

 

The basic principles that were agreed on in the charter are as follows:

 

Joint actions

The international Blue Shield network seeks to share information and knowledge with international partners from both heritage and non-heritage areas, as well as national government bodies, in order to coordinate and mobilise cross-sectorial joint actions that will better protect cultural heritage against natural and human-made disasters.

 

Independence

International Blue Shield is a self-governed, non-profit and non-governmental organisation operating independently on all matters of its mission. It provides its own expertise and seeks to work with partners in order to share information and coordinate joint actions. 

 

Neutrality

International Blue Shield may not take sides in hostilities or engage at any time in controversies of a political, racial, religious or ideological nature. It shall maintain autonomy in order to act always according to its principles and mission.

 

Professionalism

International Blue Shield gathers and collaborates with experts out of professional bodies and commits its missions and action to them. It ensures that its experts provide the necessary experience and knowledge that is required for preparedness for and response to natural and human-made disasters. Therefore it aims to train experts and develop their skills to better act before, during, and after disasters.

 

Respect of cultural identity

International Blue Shield respects the cultural identity of all humankind and seeks to protect the cultural heritage of humanity without any bias.

 

Work on a not-for-profit basis

International Blue Shield and its members are not seeking profit and work on a voluntary basis.



[1] To see the complete version of the Charter, please refer to the attached document







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zur Gründung eines deutschen Komitees


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